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| Bahia-Blick Nachrichten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 19.04.2008 Tauziehen um die Wasserversorgung Nicht nur zwischen Katalonien und Madrid herrscht Streit um die Frage, wie man der Wasserknappheit rund um den Großraum Barcelona begegnen solle. Auch im katalanischen Parlament trafen die Meinungen hart aufeinander. In der Kontrollsitzung vom Donnerstag bezichtigten Präsident José Montilla und der Chef der oppositionellen Partei CiU einander der Lüge. Die als Notbehelf geplante Lenkung von Ebrowasser bis hin nach Barcelona brachte Artur Mas in Harnisch: die Trockenheit habe die schlimmsten Laster der Dreiparteienregierung unter dem Sozialisten Montilla offenbar werden lassen. Die Regierung lasse jede Führungsstärke in dieser wichtigen Frage vermissen, sie sei unfähig, ihre Fehler einzugestehen und sie habe die Katalanen betrogen, wütete der Chef der CiU. Präsident Montilla, der kein gebürtiger Katalane ist, sondern aus dem armen und trockenen Gebiet Estremadura in Südspanien stammt, suchte später in einem Fernsehinterview die Wogen zu glätten: „Heute für dich, morgen für mich“ sei eine vernünftige politische Einstellung bei einem so wichtigen Thema. „Das ist die brüderliche Art, ein Land, eine Nation zu formen“, sagte er wörtlich. Unterdessen kündigten die beiden konservativen Präsidenten der Autonomiegebiete Valencia und Murcia an, das spanische Verfassungsgericht anzurufen, um feststellen zu lassen, ob eine solche einseitige Bevorzugung Kataloniens mit Wasser aus dem restlichen Spanien rechtens sei. Sie forderten das Wiederaufleben des sogenannten Hydrologischen Wasserplans, den die konservative Regierung Aznar seinerzeit entwickelt hatte um eine landesweite Gleichbehandlung bei der Versorgung sicherzustellen. Dieser Plan war von der ersten sozialistischen Regierung Zapatero nach heftigen Debatten gekippt worden.
Regen herzlich begrüßt Zum ersten Mal seit dem Monat August hat sich der Wasserstand der spanischen Stauseen leicht erhöht – um ein Prozent im Durchschnitt nur, aber wenigstens ist er nicht weiter gefallen. Heftige Unwetter in Barcelona setzten am Donnerstag die Strassen unter Wasser und behinderten den Verkehr erheblich. Mehr als ein Bürger der katalanischen Metropole hatte Gelegenheit, von einem Moment zum anderen zu bedauern, dass er nicht daran gedacht hatte, einen Regenschirm mitzunehmen. Viele Fußgänger verfielen in Dauerlauf oder Sprint, um der starken Husche zu entkommen und sich in Hauseingänge zu flüchten. In Montgat peitschte ein heftiger Hagelschauer nieder. Das typische Aprilwetter mit raschem Wechsel von Sonne und Wolken und aufgewühltem Meer dürfte noch einige Tage anhalten.
Expo Zaragoza Die vom 14. Juni bis zum 14. September dieses Jahres stattfindende Weltausstellung in Zaragoza hätte kein besseres Thema wählen können: Das Wasser in der Welt. Die internationale Schau in der Hauptstadt de Autonomiegebietes Aragonien bietet aus diesem Anlaß ein vollständiges Programm wissenschaftlicher, gesellschaftspolitischer und sogar philosophischer Betrachtungen des Lebenselixiers unseres Planeten, zusammen mit umfassenden Ausstellungen, Schaubildern und Modellen. Es wird in diesen drei Monaten viel zu entdecken geben. Die Veranstaltung Expo Zaragoza war lange Zeit aus finanziellen Gründen umstritten, da die Weltausstellung in Sevilla im Jahre 1992 trotz eines Besucherrekords mit großen finanziellen Verlusten geendet hatte. In Zaragoza engagierten sich daher die größten spanischen Unternehmen wie der Stromversorger Endesa, die Telefonica, Coca Cola, Henkel und die bedeutendsten Unternehmensgruppen wie die COPE, Intereconomia, die Verlagsriesen Prisa und Zeta sowie das Verlagshaus Vocento. Seit Barcelona mit Zaragoza durch den Hochgeschwindigkeitszug AVE verbunden ist, gibt es eigentlich keinen Grund mehr, das historisch so wichtige Aragonien einmal kennenzulernen. Schliesslich war die Vermählung des Prinzen Ferdinand von Aragonien mit Isabella von Kastilien im Mittelalter der Grundstein für die Entwicklung Spaniens zu einem vereinigten Königreich und zu seiner späteren Weltmachtsposition.
Bombenanschlag der ETA in Bilbao Schon am 2. April hatte die ETA Attentate gegen die baskischen Sozialisten angekündigt. Am frühen Donnerstag morgen ging am Sitz der Partei in Bilbao eine Bombe hoch, die beträchtlichen Materialschaden anrichtete. Sieben Beamte der baskischen Regionalpolizei Ertzaintza erlitten leichte Verletzungen bei der Evakuierung der Anwohner. Die ETA will damit Druck auf die Sozialisten ausüben, wieder in Verhandlungen mit ihrer Organisation einzutreten. Regierungschef Rodríguez Zapatero hatte während seiner ersten Amtszeit solche Sondierungsverhandlungen eingeleitet, diese aber nach der Aufkündigung der Waffenruhe durch den ETA-Anschlag auf das Flughafenterminal in Madrid im Dezember 2006 wieder abgebrochen. In seinem Wahlprogramm, das ihn bei den Wahlen vom 9. März im Amt bestätigte, hatte Zapatero der spanischen Bevölkerung versprochen, erst wieder mit den Terroristen zu sprechen, wenn diese zuvor öffentlich und offiziell der Gewalt abschwören würden. Wie die bisherigen Ereignisse zeigen, scheint die die ETA weit davon entfernt.
Sohn von Präsident Montilla bestraft Der 24jährige Sohn aus der ersten Ehe des katalanischen Präsidenten José Montilla wurde jetzt zur Zahlung einer Strafe von 30 Euro und einer Entschädigung von 270 Euro verurteilt, weil er im Mai 2005 nach dem Ligasieg des FC Barcelona vor lauter Freude einer öffentlichen Telefonkabine in Barcelona einen Fußtritt verpaßt und diese beschädigt hatte. Arnau Montilla hatte dabei eine Glasscheibe zu Bruch gehen lassen. Bei einer zweiten Kabine zerstörte er den Telefonhörer. Der junge Mann war in Begleitung einiger Freunde, die aber nicht identifiziert wurden. Der Verteidiger des Präsidentensohns machte geltend, Arnau habe Alkohol getrunken gehabt, was jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Bei dem Vorfall handelte es sich nicht um ein Delikt, sondern nur um ein Vergehen. Trotzdem wird die Bekanntmachung des Jungenstreiches seinem Vater kaum Freude bereiten.
Einbruch mit dem Tode bezahlt Vier Diebe wollten in der Nacht vom Donnerstag in Sabadell unweit von Barcelona eine Straftat begehen, als eine Polizeipatrouille auftauchte. Darauf ergriffen die vier Männer die Flucht in zwei Autos. Eines dieser Autos prallte bei der überstürzten Abfahrt mit hoher Geschwindigkeit mit einem Kleinlaster zusammen, als der Fahrer versuchte, auf die Autobahn zu gelangen. Die beiden Insassen des Fluchtwagens starben auf der Stelle, der Fahrer des Kleinlasters wurde nur leicht verletzt. Da die Männer keine Ausweise bei sich trugen, konnte die Polizei die Identität der Toten nicht sofort feststellen.
Gefährliches Spielzeug Immer mehr Spielzeug muß die Aufsichtsbehörden der Europäischen Union vom Markt nehmen, weil das verwendete Material Schad- oder sogar Giftstoffe aufweist. Die Zahl der verdächtigen Artikel nahm im letzten Jahr um 53% zu. Die meisten der 1600 inkriminierten Produkte kamen aus China. Besonders betroffen waren Puppen, Pistolen, Bälle und Spielzeugautos, die in Wirklichkeit Feuerzeuge sind und die Flamme aus ungewohnten Löchern züngeln lassen. Gefährlich waren auch elektrische Tauchsieder, die in Brand gerieten, feuergefährliche Perücken und Hammer, bei denen sich das Metallteil unvorhergesehen vom Schaft löste. Auch einige Kosmetikartikel aus China fielen den Überwachungsbehörden der EU als gefährlich auf und wurden vom Markt genommen. Die EU hat bereits 700 Exportlizenzen chinesischer Firmen annulliert, die keine eigenen Qualitätsprüfungen ihrer Produkte vorzunehmen bereit waren.
Wohin mit den Fussballfans? Wenn am kommenden Mittwoch Manchester United in Barcelona antritt, will die Stadtverwaltung sicher sein, dass es nicht zu Ausschreitungen kommt. Man dachte daher daran, die erwarteten rund 7.000 Fans aus England auf der Mole des Olympiahafens zu konzentrieren. Dies rief jedoch den Protest der Anwohner und der Geschäftsleute hervor: sie befürchteten Umsatzeinbussen, zumal der Tag mit dem Feiertag Sant Jordi zusammenfällt, der gleichzeitig der Tag des Buches und der Rose ist – einer der umsatzstärksten Tage Kataloniens. Barcelona erinnert sich noch mit Abscheu an das Schauspiel der rund 10.000 Anhänger der Glasgow Rangers im letzten November, die ohne Eintrittskarte in die Stadt gekommen waren, wo sie lärmend, saufend und pinkelnd diese in eine Müllhalde verwandelt hatten. Ein besonders großes Polizeiaufgebot verhinderte am 13. Dezember letzten Jahres eine Wiederholung solcher Szenen, als die deutschen Fans des Fussballclubs Stuttgart nach Barcelona kamen.
El Prat will mehr interkontinentale Flüge Der Kampf der Stadt Barcelona um die Anerkennung des Flughafens El Prat im internationalen Verkehr ist verbissen und zäh. Katalonien schaut ja ständig auf Madrid und kann nur schwer deren Vorrangstellung als Hauptstadt Spaniens akzeptieren. Die katalanische Regierung kämpft seit Jahren um eine Übertragung der Kompetenz für El Prat an sie als Regionalregierung, gleichzeitig will sie aber eine Drehscheibe des interkontinentalen Flugverkehrs werden. Nun ist geplant, innerhalb der nächsten vier Jahre 110 Flüge pro Woche nach den USA, Lateinamerika und Asien zu starten.
Höchstpreis für Diesel An einigen Tankstellen von Barcelona wird der Diesel mit 1,19 Euro pro Liter angeboten. Das entspricht fast 200 der früheren Peseten, eine unerhörte Ziffer. Auf ganz Spanien bezogen kostete der Liter Diesel 1,15 Euro. Einen Fünfzig-Liter-Tank zu füllen, kostete den Autofahrer somit rund 60 Euro. Zu Jahresbeginn waren es noch 53 Euro gewesen. Damit übersteigt der Dieselpreis diese Woche den Benzinpreis.
18.04.2008 Zodiac verlegt Produktionsstätte Wieder will die Firma Zodiac eine Fabrik in Rosas schließen. Schon vor zwei Jahren waren auf diese Weise 125 Angestellte arbeitslos geworden. Im Jahre 2010 soll die Herstellung von Schlauchbooten von Rosas nach Figueras verlegt werden. Damit würden weitere 119 Menschen ihre Arbeitsplätze verlieren. Dennoch wurde die Ankündigung nach Aukunft eines Firmensprechers von der Belegschaft mit Ruhe und Vernunft aufgenommen. Die Gewerkschaften wollen so rasch als möglich in Verhandlungen über die Regelung von Abfindungen eintreten.
Streik bei der Strassenreinigung Figueras muß sich ab dem 24. April auf einen unbefristeten Streik des Personals der Firma Fisersa Ecoserveis einstellen. Dieses städtische Unternehmen sorgt für Strassenreinigung, Sperrmüllentsorgung, Beleuchtung und die öffentlichen Gartenanlagen. Es geht dabei um die Forderung, dass alle Arbeitnehmer dieser verschiedenen Sparten innerhalb des Unternehmens gleich entlohnt werden und letzten Endes um die Angleichung der Löhne an die, die in der Provinzhauptstadt Gerona für gleiche Arbeiten bezahlt werden. Die Gemeindeverwaltung hat bereits angekündigt, dass sie an einer zufriedenstellenden Lösung interessiert ist.
Feierliche Parlamentseröffnung Am Mittwoch, den 16. April eröffnete König Juan Carlos die 9. Legislaturperiode nach der Wiederherstellung der Demokratie in Spanien. Zu dieser Versammlung waren das Abgeordnetenhaus und der Senat gemeinsam gebeten, sodass auf den Bänken im Kongreß große Enge herrschte. Don Juan Carlos versuchte in seiner Rede die großen Volksparteien zu einer größtmöglichen Einigkeit in den wichtigen Staatsfragen zu bewegen. Damit wollte er die Schatten der letzten Legislatur tilgen, die von einer ständigen Konfrontation zwischen den Sozialisten und den Konservativen geprägt war. Das Königspaar hatte das Parlamentsgebäude durch das sogenannte Löwentor betreten, was nur zu hohen Feierlichkeiten wie eben der Parlamentseröffnung nach jeweils vier Jahren Amtsdauer geschieht. Kronprinz Felipe mit Ehefrau Letizia sowie die Infantas Elena und Cristiana waren ebenfalls zugegen. Beim Betreten des Kongresses hatten sich alle Abgeordneten von ihren Plätzen erhoben, ausgenommen wie immer die linksrepublikanischen Katalanen. Der König rief eindringlich zu gemeinsamem Kampf gegen den Terror auf und würdigte auch die Opfer des Terrorismus. Unter diesem Begriff versteht man in Spanien vor allem den baskischen ETA-Terror. Ausdrücklich erwähnte der Monarch das bisher letzte ETA-Opfer, Isaias Carrasco, den ehemaligen Stadtverordneten von Mandragón, der Anfang März in seinem Auto erschossen worden war. Ansonsten galten die Gedanken des Königs der schwieriger werdenden Wirtschaftslage hierzulande und der spanischen Präsidentschaft der Europäischen Union im Jahre 2010.
Neuer Bestseller Über zehn Millionen Exemplare verkaufte Carlos Ruiz Zafón von seinem Titel „Im Schatten des Windes“, einer literarischen Kostbarkeit aus den fünfziger Jahren der Stadt Barcelona. Am Mittwoch kam sein neuestes Werk auf den Markt „El juego del ángel“ (Das Spiel des Engels), das noch weiter in die Vergangenheit zurückgreift, nämlich bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Schauplatz ist aber wieder Barcelona mit seinem „Friedhof der vergessenen Bücher“ Auch einige Figuren aus dem Weltbestseller übernimmt Zafón in diesem neuen Werk, das aufgrund der großen Publikumserwartung wiederum ein Bestseller und Startitel beim kommenden Tag des Buches am 23. April sein dürfte. Der heute 44jährige Carlos Ruiz Zafón lebt seit 1992 abwechselnd in Los Angeles und in Barcelona.
Finanzdirektor des Guggenheimmuseums gefeuert Eine halbe Million Euro hatte sich Roberto Cearsolo in seiner Eigenschaft als geschäftsführender Finanzdirektor des Guggenheimmuseums in Bilbao angeeignet. Jetzt flog der Schwindel auf und er mußte von einer Minute zur anderen gehen. Cearsolo hatte in einem Schreiben an den Museumsdirektor Juan Ignacio Vidarte zugegeben, sich in den letzten zehn Jahren viele kleinere Beträge durch gefälschte Schecks und Bilanzmanipulationen angeeignet zu haben, die insgesamt fast genau eine halbe Million Euro ausmachten. Inzwischen zahlte der geständige Täter 288.000 Euro zurück und versprach, auch den Rest so rasch als möglich zu ersetzen. Eine formelle Anklage wurde bei Gericht erhoben.
Mädchen von Zug erfaßt und getötet Ein 14jähriges Mädchen kam am Mittwoch in San Feliu de Llobregat ums Leben, als es trotz geschlossener Schranke die Schienen überquerte, um zu der nahe gelegenen Schule zu kommen. Das Mädchen hatte Kopfhörer auf, hörte Musik und sprach gleichzeitig per Handy mit jemandem, sodass es die Warnrufe anderer Leute nicht hörte, die den Zug herankommen sahen. In den letzten 20 Jahren kamen an diesem beschrankten Bahnübergang mehr als 80 Menschen ums Leben. Die Bürger von San Feliu de Llobregat fordern seit langem eine unterirdische Verlegung der Bahnstrecke.
Ernest Maragall besuchte das Ampurdan Der Bruder des früheren katalanischen Präsidenten besuchte letzte Woche das Hohe Ampurdan. Die Mittelschule von Llança und eine Grundschule in Pau hatten die Ehre, den katalanischen Erziehungsminister Ernest Maragall bei sich zu begrüßen. Auch die Schule Joana d’Empúries in der Gemeinde Castelló empfing Maragall, der sich anschließend sehr positiv über die Schulstruktur und die Lehrqualität äußerte.
Sammlung für das Volk der Sahara Die Vereinigung „Freunde des Volkes der Sahara“ sammelte in den letzten Wochen rund 3.000 Kilo Material für die persönliche Hygiene, um damit die 158.00 Flüchtlinge in Tindouf zu erfreuen. Die Westsahara, einst spanische Kolonie, ist seit über 30 Jahren zwischen Marokko und einer Freiheitsbewegung namens Polisario umstritten. Viele Flüchtlinge aus der Gegend vegetieren seither in Zeltstädten. Katalonien betreut seit vielen Jahren Kinder aus der Westsahara mit Ferienaufenthalten in hiesigen Gastfamilien.
El Circo di Venezia in Figueras Anlässlich der Feierlichkeiten zum Patronatsfest Santa Creu tritt der international besetzte Zirkus vom 25. April bis zum 5. Mai in Figueras auf. Insgesamt gibt er 16 Vorstellungen. Die Veranstaltung dauert jeweils zwei Stunden und zeigt Akrobaten, Dompteure und Clowns, sodass vor allem Familien mit Kindern auf ihre Kosten kommen. 24 Künstler und zehn Tiere verzaubern vor einer typisch venezianischen Kulisse das Publikum. Das Zirkuszelt mit seinen 37 Metern Durchmesser und einer Höhe von 17 Metern bietet 1.300 Zuschauern Platz. Nach den Vorstellungen in Figueras zieht der Zirkus nach Terrassa, Vic, Olot, Badalona und Tarrega weiter.
17.04.2008 Preise für gebrauchte Wohnungen fallen Über das Jahr 2007 fielen die Preise für Wohnungen aus zweiter Hand durchschnittlich in Spanien um 9,14%. Dabei gab es erhebliche regionale Unterschiede. In Hospitalet de Llobregat am Rande von Barcelona fielen die Preise um 14,5 %, in Barcelona Stadt um mehr als 10 %. In manchen Provinzen blieben die Preise stabil, in Valencia, Malaga und Huelva stiegen sie sogar noch leicht an. Die Zeitdauer bis zum Verkauf einer Immobilie stieg im Durchschnitt ganz Spaniens um 14 Tage, in Barcelona sogar um 23 Tage.
Mehr Tourismus für den Bañolas-See Die Gemeindeverwaltungen von Bañolas und Porqueres haben ihr Einverständnis bereits erteilt. Der Bañolassee soll attraktiver werden und mehr Publikum anlocken. Daher wollen mehrere katalanische Unternehmer direkt am See ein 100-Betten-Hotel mit drei oder vier Sternen bauen und etwas weiter landeinwärts einen Pferdepark einrichten. Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Pla XXI“ soll rund 20 Millionen Euro kosten und das Gebiet, das den Namen „Pla de l’Estany“ führt, zu einem Zentrum für Sport und gesundes Freizeitvergnügen machen. Die Bürgermeister dieser beiden Orte sind sich darüber klar, dass sie nur so - und auch nur in bescheidenem Masse – den großen Touristenzentren der Costa Brava etwas Attraktives entgegensetzen können.
Feria de Abril in Barcelona Die große andalusische Gemeinde in Katalonien hält jedes Jahr die sogenannte Feria de Abril in Barcelona ab. Dieses Jahr findet sie vom 25. April bis zum 4. Mai statt und steht unter dem Motto, dass nicht nur Strom und Wasser gespart, sondern in etwa auch die Nerven der Anwohner dieser Grossveranstaltung geschont werden sollen. So wird die Musik an Wochentagen um Mitternacht und an Feiertagen um zwei Uhr früh aufhören. Die anderen Veranstaltungen werden um eine Viertelstunde verkürzt, sodass spätestens um halb fünf Uhr früh Ruhe auf dem Messegelände eintritt. Die Idee, das andalusische Volksfest mit seinen Flamencokleidern und Torerokostümen gleichzeitig zu einer Schau für neue Produkte zu machen, hat sich nach Angaben eines Sprechers nicht bewährt. So wird die Feria de Abril sicherlich hier in Nordspanien weniger prächtig ausfallen als in Sevilla, wo sie zu Hause ist. Eine Neuheit ist die Teilnahme einer lateinamerikanischen Vereinigung und auch das Tourismusministerium von Marokko hat zugesagt, eine Delegation nach Barcelona zu entsenden. Multikulti statt Monokatalanismus: olé! Wenn das Ziel erreicht wird, während dieser Tage mindestens 20 Prozent Wasser gegenüber dem Vorjahr einzusparen, wie die Veranstalter es sich vorgenommen haben, kann die Feria de Abril schon jetzt als gelungen gelten. AE
Randy Weston in Figueras Am Samstag, den 19. April tritt um 21.00 Uhr im Teatre El Jardi in Figueras Randy Weston auf. Mit seiner Gruppe African Rhythms Trio wird er das Publikum mit seinem Jazz und Soul, gemischt mit rein afrikanischen Klängen begeistern. Im Jahre 2006 hatte Weston mit seinem Trio eine Platte mit dem Titel Zep Tepi herausgebracht. Der 82jährige Künstler macht seit über einem halben Jahrhundert Musik und denkt noch nicht ans Aufhören.
Der Spruch der Woche: Unser gefährlichster Ratgeber ist die Eigenliebe. Napoleon Bonaparte. (Der mußte es wissen).
Ebrowasser für Barcelona Seit fast zwanzig Jahren wird Ebrowasser bis in die Provinz Tarragona geleitet. Jetzt soll es eine 60 Kilometer lange Verlängerung bis hin in den Großraum Barcelona geben. Dabei werden die Röhren über weite Strecken parallel zur Autobahn A-7 verlegt. In einem Gespräch mit dem katalanischen Präsidenten José Montilla betonte Vizepräsidentin María Teresa Fernández de la Vega ausdrücklich, es handele sich nicht um eine Umlenkung des Flusswassers (trasvase), sondern darum, von den Anliegern des Ebro „Wasserrechte zu kaufen“. Diese sprachliche Pirouette sollte verdeutlichen, dass nicht an eine ständige Einrichtung gedacht sei, sondern um einen Notbehelf, auch wenn die unterirdisch verlegten Röhren auch nach dem befristeten Gebrauch nicht wieder abmontiert werden sollen. Die Stellvertretende Ministerpräsidentin ist sich darüber klar, dass die Entscheidung von großen Teilen der spanischen Bevölkerung nicht gutgeheißen wird und rechnet mit heftigen Protesten. Allen voran manifestierte der Präsident des Autonomiegebietes Valencia seinen Unmut. Der konservative Francisco Camps erklärte, er werde diesen Plan „mit allen Mitteln“ bekämpfen.
Geisterschiff mit Autopilot Wie wir in einem früheren „Bahia-Blick“ berichteten, fanden Beamte der Seenotrettung am Sonntag ein führerloses Schiff kurz vor der Insel Menorca, nach dem sie es seit Freitag abend gesucht hatten. Die 16 Meter lange White Angel war am Freitag früh aus dem französischen Hafen Leucate ausgelaufen und sollte am Abend im Hafen von Estartit eintreffen. Nach zweitägiger Suche fand man am Cabo Creus den Eigner, einen Franzosen, ertrunken im Wasser, von dem zweiten Mann fehlte am Dienstag noch jede Spur. Bekannt war nur, dass es sich um einen englischen Mechaniker der Werft „Princess“ handelte, der die Jungfernfahrt der Yacht begleiten sollte. Das aufgefundene Schiff wurde gründlich untersucht. Dabei zeigte sich, dass eine Glasscheibe der Kabine sowie eine Antenne zerbrochen waren. Die Ermittler erwogen daher zunächst die Möglichkeit eines Raubüberfalles auf hoher See durch Täter, die von der Reiseroute Kenntnis gehabt haben könnten. Andererseits wollte die Guardia Civil sich nicht abschließend äußern, da die Beamten auch die Möglichkeit in Betracht zogen, die Männer seien durch einen Unfall über Bord gegangen und die Yacht habe die Fahrt vermittels des Autopiloten allein fortgesetzt. Erst müßten der Motor und die Restmenge Benzin noch gründlich überprüft werden, hieß es. Am Montag waren noch immer Einheiten der Guardia Civil, der Seenotrettung und Hubschraub er im Einsatz, um den zweiten verschwundenen Mann zu finden.
Busfahrer wollen weiter streiken Jetzt geht es vor allem um zwei freie Tage hintereinander, die die Busfahrer von Barcelona erstreiten wollen. In ihren Forderungen bestärkt werden diese Angestellten der Stadtverwaltung durch mehrere Gewerkschaften. Nach einem Verhandlungsmarathon am Montag zeichnete sich ab, dass die Parteien aufeinander zugehen wollen. Allerdings dürfte es schwierig werden, die besonderen Arbeitsbedingungen und ihr Entgelt für alle Beschäftigten der Branche befriedigend festzulegen. In einer Umfrage unter Bürgern der katalanischen Hauptstadt waren die Meinungen geteilt: ein junger Mann äußerte überzeugend, die Busfahrer hätten nicht recht, sie hätten bei der Wahl des Berufes gewußt, dass sie unregelmäßige Arbeitszeiten haben würden. „Das ist so, als ob ich Kellner werde und mich dann beschwere, dass ich am Sonntag arbeiten mußt“, sagte er.
Mit harter Hand gegen Lärm durchgreifen Ein speziell für Umweltvergehen zuständiger Staatsanwalt hat in Barcelona Anklage gegen den Geschäftsführer einer Diskothek erhoben, der seit Dezember 2006 in der Strasse Entença in der Stadtmitte von Barcelona die nächtliche Musik viel zu laut dröhnen ließ. Darüber hatte es 32 Beschwerden von Anwohnern gegeben. Der Anwalt forderte 15 Jahre Haft für den Verursacher dieser „akustischen Verseuchung“. Der Diskothekenchef Gabriel A.F. wurde eines Deliktes gegen die Umwelt angeklagt, für die er sechs Jahre Haft, eine Geldstrafe und vier Jahre Berufsverbot erhalten soll. Ausserdem sei er in neun Fällen der Körperverletzung schuldig, für die er mit je einem Jahr Haft bestraft werden soll. Vier Geschädigte durch die Lärmüberflutung verlangten je 10.000 Euro Schmerzensgeld.
„Stillgestanden“ Anlässlich ihrer Amtseinführung ließ Verteidigungsministerin Carme Chacón eine Kompagnie des Heeres, der Luftwaffe und der Marine strammstehen, ehe sie die Parade abnahm. Sozialistin, Katalanin und dazu noch hochschwanger: das hatten sich die spanischen Soldaten vermutlich nicht gedacht, als Ministerpräsident Rodríguez Zapatero das Verteidigungsressort neu besetzte. Aber die gelernte Juristin zeigte schon beim Einstand, dass sie mit fester Hand und festen Vorsätzen an diese neue Aufgabe herangeht. Bei ihrer Ansprache hob sie hervor, dass Spanien „einig und verschieden“ sei – ein leichter Wink hin zu ihrer katalanischen Heimat, die sich ja seit Jahrzehnten bemüht, die Welt glauben zu machen, Katalonien sei nicht Spanien. Dass Chacón andererseits treu zu Spanien und Madrid steht, kam zum Ausdruck, als sie die angetretenen Soldaten aufforderte: „Sprechen Sie mir nach: Es lebe Spanien! Es lebe der König!“ Die Männer taten es ohne Murren. Carme Chacón erwähnte bei dieser ersten öffentlichen Ansprache mit warmen Worten auch die Soldaten, die in den letzten Jahren bei Auslandseinsätzen ihr Leben verloren. Insgesamt wurde die Besetzung eines so ausgesprochenen Männerressorts durch eine Frau positiv beurteilt. Carme Chacón, die kurz vor der Niederkunft steht, schaute bei dem kurzen Gang durch den Innenhof des Gebäudes, indem das Verteidigungsministerium untergebracht ist, die angetretene Truppe kaum an. Sie wurde bei diesen ersten Schritten in eine noch fremde Welt galant von ihrem Amtsvorgänger José Antonio Alonso begleitet, für den eine solche Parade während seiner Amtszeit zur fast alltäglichen Routine gehörte. Die Truppe will nun erst einmal abwarten, was die Frau an ihrer Spitze in Zukunft leistet. In einer Blitzumfrage zeigten 63% der Befragten Sympthie für die Ernennung einer Frau auf den Posten des Verteidigungsministers. AE
Gegen eine Million auf freiem Fuß Juan Antonio Roca, der frühere Urbanismusbeauftragte der Stadt Marbella, dem riesige Korruptionsfälle und andere Straftaten mit dem Ziel persönlicher Bereicherung vorgeworfen werden, konnte am Montag nach zwei Jahren Haft erstmals das Gefängnis in der Provinz Granada verlassen. Seine Freunde hätten die vom Gericht geforderte Million Euro Kaution aufgebracht. Die Anwälte Rocas wollten der Presse jedoch weder Namen, noch Anzahl der Freunde noch die gespendeten Beträge nennen. Immerhin hatten die Anwälte fast drei Wochen gebraucht, um die Million zusammenzubekommen. Die Bürgerschaft von Marbella betrachtete die Freilassung von Roca als eine Provokation angesichts der gegen ihn erhobenen schweren Vorwürfe. Auch dass das Gericht plötzlich keine Fluchtgefahr mehr sah, erstaunte und erboste die Bevölkerung. Schliesslich war es gerade die angebliche Fluchtgefahr bei diesem als Multimillionär geltenden Mann gewesen, die das Gericht dazu veranlaßt hatte, ihn zwei Jahre fest hinter Gittern zu halten. Der ehemalige Bürgermeister von Marbella, Julián Muñoz, kehrte nach drei Tagen Freigang am Montag in sein Gefängnis zurück, ohne seine frühere Geliebte, die Flamencosängerin Isabel Pantoja, auch nur einmal gesehen zu haben.
15.04.2008 Wie man Wasser spart Mehrere Campingplätze im Hohen Ampurdan beginnen die Sorgen der Kunden zu spüren, was die Wasserversorgung in Katalonien in diesem Sommer betrifft. Die Schreckensmeldungen über Wasserknappheit und mögliche Rationierungsmassnahmen haben die Telefone der Campingplätze klingeln lassen: es gab die ersten Absagen von Reservierungen. In der Tat haben die Negativberichte über die Trockenheit hierzulande auch Einzug in die Radio- und Fernsehberichterstattung in anderen europäischen Ländern gehalten und damit Sorgen bei den Sommergästen geweckt, die eigentlich vorhatten, an der Costa Brava Urlaub zu machen. Als beispielhaft beim Wassersparen wurde in der spanischen Presse ein Hotel in Lloret de Mar vorgestellt. Das Touristenhotel begann schon vor zehn Jahren mit effektiven Maßnahmen zur Einsparung des kostbaren Nasses: Duschköpfe in den Bädern, die nur schwache Berieselung erlauben, Toilettenspülungen mit zwei Knöpfen, sodass der Benutzer zwischen einer Spülung mit drei Litern und einer mit acht Litern Wasser wählen kann. Das Schwimmbad wurde nicht mehr bis auf vier Meter Wassertiefe aufgefüllt, sondern nur noch 2,5 Meter tief. Revolutionär eine Anlage, die es erlaubt, das abgeflossene Duschwasser in die Zisternen für die Toiletten umzuleiten, nachdem es geklärt und mit Chlor versetzt wurde. Seit 1999 hat das Hotel auf diese Weise rund 80.000 Kubikmeter Wasser wieder verwendet. In diesem Jahr soll die Wasserkühlung des Restaurantbuffets durch Luftkühlung ersetzt werden. Not macht also erfinderisch und Lösungen sind nicht zuletzt eine Frage des guten Willens.
Vor 77 Jahren die Zweite. Republik ausgerufen Anlässlich des 77. Jahrestages der Ausrufung der Zweiten Republik in Spanien, nachdem König Alfons 13. ins Exil gegangen war, gab den Anhängern der Republik in Barcelona am Sonntag Gelegenheit, an die Opfer zu erinnern, die der Putsch von General Francisco Franco in den folgenden drei Bürgerkriegsjahren forderte. In einer Kundgebung auf dem früheren Camp de la Bota, dem heutigen Fòrum-Gelände, wurde an die Menschen erinnert, die der Republik treu geblieben und infolgedessen von den Francotruppen erschossen wurden. Bei den Ansprachen der linksgerichteten republikanischen Partei ERC wurde die Forderung laut, die Namen dieser Opfer der Diktatur in einem Mahnmal festzuhalten.
Kapitän des verschwundenen Schiffes tot geborgen Es war die Jungfernfahrt und endete tödlich. Das am Freitag aus dem französischen Hafen Leucate ausgelaufene Schiff mit belgischer Flagge, dessen Ankunft für den gleichen Tag in Estartit erwartet wurde, konnte am Sonntag rund 40 Seemeilen vor Menorca gesichtet werden. An Bord befand sich niemand mehr. Der Eigner wurde am Sonntag nachmittag am Cabo Creus, rund 11 Seemeilen von Rosas entfernt tot aufgefunden. Der Mann trug seinen Ausweis bei sich, sodass er von den Bergekräften einwandfrei identifiziert werden konnte. An Bord der 18-Meter-Yacht hatte sich außer dem Eigner noch ein Techniker der Werft Princess befunden, ein Engländer, der das in dieser Werft gebaute Schiff auf seiner Jungfernfahrt begleiten sollte. Die Seenotrettung verstärkte ihre Suche mit Hubschraubern, um auch diesen zweiten Mann zu finden. Die Polizei konnte sich den Unfall nicht erklären, da das Meer in den letzten Tagen absolut ruhig war und gute Sichtverhältnisse herrschten. Das nach Menorca abgeschleppte Schiff wurde inzwischen von Beamten durchsucht, die aber keine verdächtigen Momente an Bord entdecken konnten.
Das Castillo de Montjuïc besuchen Nachdem im letzten Jahr die Herrschaft über die mächtige Festung Montjuic (Judenberg) in Barcelona an die Stadt zurückgefallen war, hat der Magistrat ein umfassendes Renovierungsprojekt vorgelegt. Danach soll es den Bürgern der katalanischen Hauptstadt ab Juni dieses Jahres möglich sein, das historische Gebäude mit der schrecklichen Vergangenheit zu besichtigen. Seit dem spanischen Bürgerkrieg und noch bis ins Jahr 1960 war Montjuïc ein Militärgefängnis und in den Wallgräben rund herum fanden ungezählte Erschießungen von politischen Gegnern der Francodiktatur statt. Das berühmteste Opfer war der katalanische Präsident Companys, der 1940 im Graben von Santa Eulalia hingerichtet wurde. Auch die Zelle, in der der bizarre Mann mit den verqueren politischen Ansichten seine letzten Tage verbrachte, sollen dem Publikum geöffnet werden. Das bestehende Militärmuseum ist weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich.
Reise in eine dunkle Geschichte 14 Schüler einer Schule von Santa Coloma de Gramenet unweit von Barcelona unternahmen eine Studienfahrt nach Deutschland. Das Ziel: das Konzentrationslager Buchenwald. Die Europäische Union hat für dieses Jahr 1.500 Schüler zwischen 16 und 17 Jahren aus allen Mitgliedstaaten ausgewählt, um vor Ort die Schrecken des Naziregimes kennenzulernen. Das Lager war am 11. April 1945 von den Allierten befreit worden. Die Schüler aus Santa Coloma stellten dabei das spanische Kontingent dar.
EROSKI übernimmt teilweise CAPRABO 170 der derzeit 494 Caprabo-Filialen werden in diesem Jahr von der baskischen Gruppe EROSKI übernommen. Diese Filialen werden in Zukunft unter den Namen Eroski City oder Eroski Center firmieren. In Katalonien sind 10 Läden mit je mehr als 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche betroffen. Eroski erwirtschaftet durch die Einverleibung der Caprabo-Geschäfte run 25% des Umsatzes, stellt 20% der Niederlassungen und 30 % der Belegschaft. Caprabo wird aber weiterhin 330 Niederlassungen in Madrid und Katalonien unterhalten und über 10.000 Arbeitskräfte beschäftigen, 8.200 davon in Katalonien.
Volles Programm für Perelada Wenn am 17. Juli das diesjährige Festival von Perelada beginnt, können sich Kunstfreunde auf viele Veranstaltungen von hohem künstlerischen Niveau freuen. Genau einen Monat später schließt das Festival in den Schloßgärten mit einer klassischen Version von Romeo und Julia mit dem russischen Kreml-Ballett und dem Startänzer Igor Yebra. Starauftritte werden der peruanische Tenor Juan Diego Flórez und die kanadische Jazzdiva Diana Krall geben. Dulce Ponte und Estrella Morente werden gemeinsam auftreten. Der mexikanische Tenor Aquiles Machado wagt sich an die Oper Bohème von Puccini anläßlich des 150. Jahrestages der Geburt des Komponisten. Das Orchester von Cadaqués wird das berühmte Konzert für Piano und Orchester von Rachmaninow darbieten. Auch die Kinder kommen in diesem Jahr auf ihre Kosten. Die Festspielleitung hat für sie ab dem dritten. Lebensjahr geeignete Musikvorführungen geplant. So können sie eine moderne Version des Sommernachtstraums hören. Das Märchen „der Bleisoldat“ von Hans Christian Andersen wird von Anna Maria Barbany erzählt und musikalisch untermalt.
14.04.2008 Spanien von Frauen regiert Erstmals in der Geschichte der jungen Demokratie in Spanien besteht die neu besetzte Regierungsmannschaft aus mehr Frauen als Männern; sie ist daher eigentlich eine Regierungsfrauenschaft Von den 17 Ministerien werden neun von Frauen besetzt – das Verteidigungsministerium sogar von einer Hochschwangeren. Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero , der mit den Stimmen seiner 169 sozialistischen Abgeordneten im Amt bestätigt wurde, während alle anderen Parteien des Parlamentes sich entweder der Stimme enthielten oder gegen ihn stimmten, zeigte sich hoch zufrieden mit seiner neuen Riege. Mehrere Ministerinnen sind alte Hasen im Geschäft wie die Erste Vizepräsidentin María Teresa Fernández de la Vega, die auch den Posten als Regierungssprecherin behalten durfte, obwohl sich für dieses Amt mehrere andere fähige Leute beworben hatten. Elena Salgado für Öffentliche Verwaltung und Magdalena Alvarez, die außerordentlich umstrittene und unbeliebte Ministerin für Öffentliche Arbeiten . Dass sie nach dem Chaos in Katalonien anläßlich des Streckenbaus für den Hochgeschwindigkeitszug AVE ihr Amt behalten durfte, das verdankt die herrische Frau dem Dank Zapateros dafür, dass die Katalanen trotz aller Unbill des letzten Sommers mehrheitlich sozialistisch wählten in Gestalt der Spitzenkandidatin der PSC Carmen Chacón, der bisherigen Inhaberin des Wohnungsministeriums. Obwohl die katalanischen Politiker seinerzeit Magdalena Alvarez, die noch dazu aus Andalusien stammt, am liebsten als persona non grata erklärt hätten, als diese dann den verspäteten Einzug des AVE in Barcelona feiern wollte, erreichten die Sozialisten bei den Wahlen vom 9. März dank des Lächelns von Carme Chacón denn doch ein hervorragendes Ergebnis in Katalonien und so etwas mußte natürlich belohnt werden: Magdalena Alvarez durfte bleiben und Carme Chacón darf noch zwei Monate vor der Geburt ihres ersten Kindes ein ausgesprochenes Männerressort führen: das Verteidigungsministerium. Politische Beobachter ließen in ihren Kommentaren durchblicken, dass sie diese Kompensationsgeschäfte in Form von Ministersesseln durchaus durchschauten. Sie erkannten aber auch die Charakterstärke von Zaptero an, die darin bestand, sich nicht die absolute Mehrheit bei der ersten Abstimmung über seine Investitur durch Zugeständnisse an die nimmersatten „Peripheren“, sprich Basken und Katalanen zu erkaufen, sondern es zu einer zweiten Abstimmung kommen zu lassen, bei der dann die einfache Mehrheit seiner 169 sozialistischen Parteigänger ausreichte. Für die zweite Amtsperiode gelten Zapatero jetzt drei Themen als vorrangig: die Wirtschaftspolitik, die Gleichstellung von Mann und Frau in der Gesellschaft und die Antiterrorpolitik.
Der König soll Peking fernbleiben Nachdem derzeit international darüber spekuliert wird, ob die Grossen dieser Welt die Olympischen Spiele von Peking ganz boykottieren oder zumindest der Eröffnungsfeier am 8. August fernbleiben sollen, wurde auch in Spanien das Volk dazu befragt. Dabei ergaben sich 73% Stimmen für ein Fernbleiben von König Don Juan Carlos von der Eröffnungsfeier. Als Begründung wurde durchgehend das Verhalten Chinas gegenüber Tibet und dem Dalai Lama genannt. Bei den Menschen, die nicht wollten, dass Sport für Politik verantwortlich gemacht wird oder unter politischen Spannungen zu leiden hat, waren vor allem Frauen.
ETA will neue Regierung einschüchtern In einer kleinen Grenzortschaft zwischen Navarra und Alava ließ die ETA am Samstag vormittag eine Bombe hochgehen, die jedoch keinen Personenschaden und auch nur geringen Sachschaden anrichtete. Die Terrororganisation wollte damit so kurz nach seiner Amtseinführung den Präsidenten Rodríguez Zapatero daran erinnern, dass sie noch existieren und sehr wohl imstande seien, Schaden zu stiften. An dem Tatort verläuft ein mehrarmiger Kanal der Telefongesellschaft, die damit die regionale Feuerwehr, Die Autobahn zwischen dem Baskenland und Navarra, Radio National de España und eine baskische Fernsehstation versorgt. Die nach der ersten Explosion herbeigerufenen Sicherheitskräfte konnten eine zweite deponierte Bombe entschärfen, bevor diese explodierte.
Erster Freigang für Julián Muñoz Wie hatte man einst das Traumpaar Julián Muñoz und die spanische Flamencosängerin Isabel Pantoja beneidet! Er war vom einfachen Kellner und Kioskbesitzer unter dem berüchtigten damaligen Bürgermeister von Marbella, Jesús Gil y Gil zu so hohen Ehren aufgestiegen, dass er dessen Nachfolger wurde und die schwarzhaarige Witwe des Startoreros „Paquirri“ konnte mit ihren Beziehungen zur Junta von Andalusien glänzen, die viele Tore öffneten. Nahezu alles schien möglich, der Griff zu den Sternen ein Kinderspiel. So begann die unter Gil gepflegte Korruption in urbanistischen Belangen derart um sich zu greifen, dass zum Schluß der polizeilichen Ermittlungen 28 Mitglieder der Gemeindeverwaltung von Marbella in Haft saßen, allen voran Ex- Bürgermeister Julián Muñoz. In Alhaurín de la Torre wurde ihm nun nach fast zweijähriger Haft eine dreitägige Genehmigung zum Freigang erteilt. Bis zum Dienstag darf der abgemagerte und erschreckend gealterte 59jährige Mann in seinem Haus in Marbella verbringen, das er zu Ehren der Geliebten „Mi gitana“ (meine Zigeunerin) genannt hatte. Aber auch seine beiden erwachsenen Töchter dürfte Muñoz bei diesem Kurzurlaub wieder in die Arme schließen. Die Gefängnisbehörde belohnte mit diesen kurzen Freiheitstagen die „gute Anpassung“ des Exbürgermeisters an das Gefängnisleben. AE
Rumänien ruft Gastarbeiter aus Spanien zurück Die rumänische Regierung in Bukarest bemüht sich derzeit verzweifelt darum, mindestens 200.000 Männer und Frauen von den zwei bis drei Millionen geschätzten Auswanderern nach Rumänien zurückzuholen, die seit dem Jahre 2000 ihre Heimat verlassen und sich in anderen EU-Staaten angesiedelt haben. Für Rumänien hat sich inzwischen die groteske Situation ergeben, dass das Land auf chinesische Arbeitskräfte angewiesen ist, um das begonnene Wirtschaftswachstum vorantreiben zu können. Besonders für das Bauwesen werden Arbeitskräfte benötigt, „aber die sind alle in Italien und Spanien“, wie ein Regierungssprecher in Bukarest erklärte. In Spanien wurde eine große Informationskampagne gestartet, um wenigstens einen Teil der 700.000 Rumänen zur Rückkehr ins Heimatland zu bewegen, die inzwischen in diesem Land leben. Die potentiellen Heimkehrer ihrerseits haben sich zum großen Teil erst vor kurzem eine Existenzgrundlage in Spanien geschaffen und mißtrauen den rumänischen Behörden, nicht zuletzt deshalb, weil viele noch in der Hand von Anhängern des früheren Diktators Ceaucescu sind. Ausserdem haben viele dieser Arbeitskräfte inzwischen in Spanien Wohnungseigentum erworben und müssen Hypotheken abzahlen. Andererseits, so hieß es aus spanischen Ortschaften mit großen rumänischen Gemeinden, sei die Sehnsucht nach der Heimat bei diesen Menschen sehr groß. So meldeten sich in einer Schule in Castelldefels unweit von Barcelona statt der erwarteten 25 Kinder 75 Schüler zum Rumänischunterricht an. Die Eltern wollten sicherstellen, dass ihre Kinder eine rumänische Schule besuchen könnten, würde sich die Familie zur Rückkehr nach Rumänien entschließen.
Schiff in Bucht von Rosas verschwunden Seit Freitag nachmittag suchte die Seenotrettung ein belgisches Schiff mit zwei Besatzungsmitgliedern, das am späten Abend im Hafen von Estartit erwartet wurde. Am Samstag wurde die Suche nach dem Schiff mit einem französischen Hubschrauber und einem weiteren aus der Basisstation Reus fortgesetzt.
Tarragona Hafen für Luxusyachten Allen wirtschaftlichen Unkenrufen zum Trotz boomt die Bootsbranche, vor allem die für aufwendige und riesige Yachten. Im Juni 2007 wurde in Tarragona der Spezialyachthafen „Port Marina Tarraco“ (PMT) eröffnet, der 115 Grossyachten angemessene Liegeplätze bietet. Vom 7. bis 10. Mai soll dort eine Spezialmesse für solche Luxusschiffe stattfinden, von denen sich die Veranstalter einen kräftigen Geldfluss in die Stadt versprechen. Geschätzt werden tägliche Ausgaben von 1.300 Euro pro Person, zu schweigen davon, dass die Passagiere und Besatzungsmitglieder solcher Eliteschiffe meist in Hotels von vier bis fünf Sternen logieren. Das größte Prestigeobjekt dieser Art wird derzeit für den russischen Magnaten Roman Abramovich gebaut, dem der Fussballclub Chelsea gehört. Die „Eclipse“ verfügt über neun Decks, zwei Hubschrauberlandeplätze, eine Diskothek und viele andere Gesellschaftsräume. Nach Schätzungen kostet eine Yacht mit 167 Meter Länge wie die „Eclipse“ rund eine Million Euro pro Längenmeter.
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